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Green East Africa Programm

Climatekos ist Teil eines Konsortiums aus lokalen und internationalen Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen, das gemeinsam das Klimaaktionsprogramm Green East Africa umsetzt. Ziel des Programms ist die Förderung einer klimaresilienten Zukunft durch die flächendeckende Umsetzung eines integrierten, gemeindebasierten und naturbasierten Ansatzes in ländlichen Regionen.

 

Das Green East Africa Programm:

  • wird bereits in West-, Zentral- und Ostuganda umgesetzt und in der aktuellen Programmphase auf Kenia ausgeweitet. Dabei werden rund 20 Distrikte einbezogen. Im Mittelpunkt stehen die gemeinsame Entwicklung und Umsetzung langfristiger, klimaresilienter, anpassungsorientierter und emissionsarmer Strategien und Maßnahmen in enger Zusammenarbeit mit ländlichen Gemeinschaften, landwirtschaftlichen Betrieben, Familienunternehmen und Genossenschaften;

  • integriert fortlaufend verbesserte und innovative saubere Technologien sowie nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken im Rahmen klimafreundlicher Landwirtschafts- und Gemeindekonzepte. Erfolgreiche Ansätze werden repliziert und weiter skaliert, um nationale Klimaaktionsstrategien und -programme auf lokaler Ebene wirksam zu unterstützen;

  • verbindet lokal verankerte Organisationen und partizipative Ansätze zur Transformation ländlicher Räume mit bewährten Strategien im Bereich Klimaschutz und Klimaanpassung. Dabei werden klassische entwicklungspolitische Finanzierungsinstrumente mit innovativen Klimafinanzierungsmechanismen kombiniert, um Anpassungs- und Minderungspotenziale systematisch zu erschließen und im Rahmen eines programmatischen Ansatzes zu verstärken.

Die Programmaktivitäten umfassen die Demonstration, Replikation und Skalierung klimafreundlicher Technologien und Praktiken. Dazu zählen insbesondere das nachhaltige Management und der Schutz natürlicher Ressourcen, der Einsatz grüner Technologien, integriertes Abfallmanagement sowie ressourcenschonende Bauweisen.

Die Expertise der Programmpartner reicht von der Begleitung partizipativer Planungs- und Umsetzungsprozesse in ländlichen Räumen über die Entwicklung und Finanzierung von Klimaschutzprojekten bis hin zu Kartierung und Mikrofinanzierung.

Das Programm wird maßgeblich durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert und durch Kofinanzierungen aus dem privaten Sektor sowie von Stiftungen ergänzt.

Die Rolle von Climatekos umfasst die technische Weiterentwicklung des Programmansatzes, die fachliche Unterstützung der Umsetzung, Expertise im Bereich Umwelt- und Klimafinanzierung sowie internationales technisches Backstopping einschließlich Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle (QA/QC).

Das Programm baut auf einem vorausgehenden Projekt auf, in dessen Rahmen Climatekos einen maßgeschneiderten Leitfaden zur Förderung klimafreundlicher Gemeinden und landwirtschaftlicher Maßnahmen entwickelt hat. Dieser ist in einer erweiterten Online-Version zugänglich.

Weitere Informationen finden sich unter: https://www.green-east-africa.net/

Entwaldungsfreie Kaffee-Lieferketten in Uganda

 

Das Projekt „Deforestation-free Coffee Supply Chain in Uganda“ unterstützt über einen Zeitraum von drei Jahren (Oktober 2024 – Oktober 2027) den Aufbau entwaldungsfreier und kohlenstoffarmer Kaffee-Lieferketten in Uganda. Es ist Teil des Green East Africa Programms und wird vom selben Konsortium umgesetzt. Damit ergänzt es regionale Bemühungen zur Förderung klimafreundlicher Landwirtschaft und nachhaltiger Landnutzung. Im Zentrum stehen Agroforstsysteme (Schattenkaffee), Carbon Farming sowie klimafreundliche landwirtschaftliche Praktiken. Diese werden mit innovativen Finanzierungsinstrumenten verknüpft, darunter revolvierende Fonds, Spar- und Kreditgruppen, grüne Kreditlinien sowie ergebnisbasierte Finanzierungsansätze und Klimafinanzierung.

Lokale Kleinbauernkooperativen bündeln und vermarkten ihren Kaffee gemeinschaftlich und verkaufen ihn direkt an kleinere Röstereien in Deutschland unter anerkannten Nachhaltigkeitsstandards (z. B. Fairtrade). Mithilfe von Global Forest Watch, Geomapping und Vor-Ort-Verifizierung (Ground-Truthing) wird ein Rückverfolgbarkeits- und Monitoringsystem aufgebaut, das die Anforderungen der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) erfüllt.

Dieses System wird in eine IT-gestützte Plattform integriert, die gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen entwickelt und durch Climatekos fachlich begleitet wird. Die beteiligten Landwirtinnen und Landwirte wirken in einem gemeindebasierten Monitoringprozess mit, um Entwaldungsvermeidung, Ökosystemschutz und Treibhausgasminderung systematisch zu erfassen. Anschauliche Instrumente wie maßgeschneiderte Karten unterstützen den regelmäßigen Informationsaustausch. Auf diese Weise stärkt das Projekt lokale Kapazitäten und institutionelle Strukturen zur Einhaltung der EUDR-Vorgaben und fördert verbindliche Null-Entwaldungs-Zusagen der teilnehmenden Produzentinnen und Produzenten.

Ziel:

Ziel des Projekts ist es, lokale Partnerorganisationen und beauftragte Dienstleister dabei zu unterstützen, ein erstes Informationssystem aufzubauen, mit dem eine entwaldungsfreie und kohlenstoffarme Kaffeeproduktion auf Betriebsebene systematisch erfasst, gemessen und überwacht werden kann.

Der Ansatz umfasst:

  1. die Entwicklung eines integrierten Systems zur Verknüpfung von Rückverfolgung, Monitoring und Berichterstattung;

  2. den Aufbau eines strukturierten Datenmanagementprozesses einschließlich Datenbank;

  3. die Einrichtung organisationsübergreifender Arbeitsgruppen zur Treibhausgasreduktion und zum Monitoring;

  4. die Durchführung gezielter Workshops sowie praxisnaher Schulungen („on-the-job training“).

Das Projekt wird durch die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) gefördert.

 

Sozioökonomische Transformationsdynamiken bäuerlicher Betriebe bei der Umstellung auf alternative Proteine (SoeTRA)

 

SoeTRA ist ein gemeinsames Projekt von der KLB Deutschland, dem VISTRA Vechta und der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf, welches von Climatekos als praxisorientierte Expertenorganisation begleitet und unterstützt wird. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie landwirtschaftliche Betriebe Transformationsprozesse im Zuge einer möglichen (Teil-)Umstellung auf alternative Proteinquellen erfolgreich gestalten können.

SoeTRA begleitet und stärkt landwirtschaftliche Betriebe in ihren Überlegungen zur Produktionsveränderung. Dabei stehen folgende Fragen im Fokus:

  • Welche Voraussetzungen unterstützen Landwirtinnen und Landwirte bei der Öffnung für neue Produktionswege?

  • Welche Rahmenbedingungen wirken fördernd oder hemmend?

  • Welche sozialen, wirtschaftlichen und betrieblichen Dynamiken beeinflussen Transformationsprozesse?

Ziel ist es, nachhaltige Bewusstseins- und Entscheidungsprozesse anzuregen, Betriebe in ihrer selbstbestimmten und faktenbasierten Weiterentwicklung zu unterstützen und fördernde wie hemmende Faktoren systematisch zu analysieren. Die Ergebnisse fließen in eine interdisziplinäre Forschung zu Transformationsdynamiken ein und bilden die Grundlage für praxisnahe Empfehlungen an Politik, Verbände und weitere Akteure entlang der Wertschöpfungskette.

SoeTRA verfolgt einen ganzheitlichen Blick auf landwirtschaftliche Betriebe bei dem oft vernachlässigte sozioökonomische Faktoren in den Mittelpunkt gestellt werden. Neben ökonomischen Aspekten werden auch familiäre Strukturen, Hofnachfolge, regionale Netzwerke und Beziehungsstrukturen berücksichtigt.

Der Projektansatz umfasst:

  • die Analyse betrieblicher Entscheidungsprozesse und kritischer Veränderungsmomente,

  • die Identifikation struktureller Barrieren sowie die Entwicklung gezielter Unterstützungsstrategien,

  • die Betrachtung der gesamten Wertschöpfungskette alternativer Proteine und

  • praxisnahe Begleitung und Austauschformate mit landwirtschaftlichen Betrieben.

 

SoeTRA wird aus Mitteln des Titels „Proteine der Zukunft mit Chancenprogramm Höfe“ des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gefördert. Das Programm richtet sich an Landwirtinnen und Landwirte, die sich mit innovativen, eiweiß- und klimafreundlichen Produktionsformen auseinandersetzen oder eine (Teil-) Umstellung prüfen wollen.

 

Climatekos begleitet das Projekt als praxisorientierte Expertenorganisation mit Schwerpunkt auf Wissens- und Kompetenzvermittlung im Kontext von Transformationsprozessen in Landwirtschaft und ländlichen Räumen. Die Rolle von Climatekos umfasst:

  • die verständliche Aufbereitung und mediale Darstellung wissenschaftlicher Erkenntnisse für Praxis und Fachöffentlichkeit,

  • die Moderation und Gestaltung von Dialog- und Beteiligungsformaten,

  • die Unterstützung bei der Entwicklung praxisnaher Handlungsempfehlungen.

 

So trägt Climatekos dazu bei, wissenschaftliche Erkenntnisse, landwirtschaftliche Praxis und politische Rahmenbedingungen konstruktiv miteinander zu verbinden.

Weitere Informationen finden sich unter: https://www.soetra.de/

​Gefördert durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des Chancenprogramm Höfe.

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